Innerhalb von sechs Monaten verzeichnete der Bot über 12.000 Nutzersitzungen mit rund 26.000 beantworteten Fragen. Das Railservice-Personal wird dadurch spürbar entlastet und kann sich stärker auf komplexere Kundenanliegen konzentrieren; die Lösung läuft in einem Schweizer Rechenzentrum und erfüllt hohe Datenschutzstandards.
Computer-Vision-Zeitmessung im McDrive bei McDonald’s Deutschland
IKARA Vision Systems, 2018 als DFKI-Spin-off gegründet, bietet KI-Videoanalytik auf Basis von Bild- und Videoklassifikation, Objekterkennung, -verfolgung und Eventerkennung. Im Rahmen des Projekts McDrive Digital 21 setzte McDonald’s Deutschland IKARA für die automatisierte Messung der Order-Entry-Point-Effizienz (OEPE) im Drive-in-Betrieb ein. Christian Schröder, Senior Director Operations bei McDonald’s Deutschland, bezeichnet es als ’strategisch wichtiges Leuchtturmprojekt‘, das erfolgreich und mit hervorragenden Ergebnissen umgesetzt wurde.
Generative KI-Suche für Ferienhäuser bei Marriott (Homes & Villas)
Ausgangslage war eine unübersichtliche, filterbasierte Suche über ein sehr großes und heterogenes Angebot an Ferienunterkünften, die die Kaufabsicht der Reisenden nur unzureichend abbildete. Gemeinsam mit dem Dienstleister Publicis Sapient entwickelte Marriott ein natürlichsprachliches Suchtool auf Basis von GPT-Large-Language-Modellen über den Azure OpenAI Service, das freitextliche Beschreibungen von Reisewünschen in passende Objektempfehlungen übersetzt. Die Umsetzung erfolgte in nur drei Monaten statt der für vergleichbare Projekte üblichen rund zwölf Monate. Voraussetzung waren strukturierte Objektdaten sowie die Cloud-/LLM-Infrastruktur von Microsoft Azure. Ergebnis: über 40.000 Suchanfragen und eine Verdopplung der Nutzer, die Objekte speichern, was auf höheres Engagement und potenziell mehr Buchungen hindeutet. Das Konzept lässt sich auf andere Buchungsplattformen mit großem, beschreibungsintensivem Angebot übertragen.
Autonome Rechnungsverarbeitung mit KI bei Nordic Choice Hotels
Ausgangslage war der hohe manuelle Aufwand bei Erfassung und Prüfung eingehender Rechnungen über mehr als 300 Hotels in vier Ländern hinweg, mit entsprechend hohem Personalbedarf im Finanzbereich. Nordic Choice Hotels beauftragte das schwedische Unternehmen Done.ai Group (über den Partner Propell.ai) mit einer autonomen KI-Plattform zur Rechnungsverarbeitung, die direkt an das bestehende ERP-System Oracle NetSuite angebunden wird. Voraussetzung war die konzernweite Standardisierung der Finanzprozesse auf eine gemeinsame ERP-Basis, um die Lösung pan-nordisch ausrollen zu können. Der Vertrag hat laut Pressemitteilung ein Mindestvolumen von 6 Millionen NOK jährlich und soll perspektivisch Millionen Dokumente automatisiert bearbeiten. Ziel ist es, Kosten und manuelle Tätigkeiten in der Rechnungsverarbeitung zu reduzieren und Mitarbeitende für wertschöpfendere Aufgaben freizusetzen. Das Modell eignet sich grundsätzlich für jede Hotelkette oder jedes Unternehmen mit vielen dezentralen Standorten und hohem Rechnungsvolumen.
Generative KI verwandelt fossiles Museumsexponat in Social-Media-Star (Experience Abu Dhabi / WPP)
Für die Eröffnung des Natural History Museum Abu Dhabi sollte ein statisches Fossil-Exponat – ein 67 Millionen Jahre alter T-Rex – für ein jüngeres, social-media-affines Publikum relevant gemacht werden, in einem Umfeld, in dem Unterhaltungsinhalte um Aufmerksamkeit konkurrieren. Die WPP-Agenturen Ogilvy Paris (AI.Lab) und Memac Ogilvy setzten Googles Video-Generierungsmodell Veo 3.1 ein, um den Fossilfund in einen ‚KI-ncient Influencer‘ mit eigener Persönlichkeit zu verwandeln und Social-Listening-Erkenntnisse sowie kulturelle Insights in die Content-Erstellung einzubeziehen. Voraussetzung waren Zugriff auf generative Video-KI-Tools, kreative Konzeption durch spezialisierte KI-Kreativteams sowie eine Social-Listening-Infrastruktur zur Trendauswertung. Ergebnisse: 50 Millionen Videoaufrufe insgesamt, 83.800 Interaktionen, die erfolgreichsten Posts erzielten allein 23,66 Millionen Aufrufe und 40.700 Interaktionen, bei 95,9 Prozent positiver oder neutraler Publikumsstimmung. Der Ansatz zeigt, wie generative Video-KI statische Marken- oder Kulturassets in dynamische, virale Digitalpersönlichkeiten verwandeln kann, und ist auf Museen, Tourismus- und Kulturmarketing sowie Konsumgütermarken übertragbar.