KI-Testfeld für autonome Systeme im Hafenbetrieb Bremen (Smartport Living Lab)
Häfen müssen zunehmend komplexe, sicherheitskritische Prozesse effizient steuern, von der Überwachung des laufenden Betriebs bis zum Test neuer autonomer Fahrzeuge unter realen Bedingungen. Im Smartport Living Lab in Bremen bauen DFKI und Partner aus Forschung und Hafenwirtschaft eine integrierte Plattform mit digitalen Zwillingen, resilienter IT-Infrastruktur sowie robotik- und drohnengestützter Umgebungsüberwachung auf. Ergänzend werden autonome Shuttlebusse, Schiffe und Drohnen unter realistischen Hafenbedingungen erprobt.
Vertiefung
Das von 2025 bis 2029 angelegte Living Lab bündelt mehrere Teilprojekte: Im Projekt MARIOW wird ein KI-gestützter Unterwasser-Schweißroboter für Wartungsarbeiten entwickelt, im Projekt SharePort ein Sicherheitsmodell für den vertrauensbasierten Zugriff auf gemeinsam genutzte Ressourcen zur Steigerung der Hafenresilienz. Modulare Sensorplattformen erfassen Umweltdaten für die Risikobewertung. Projektpartner sind unter anderem das Bremer Institut für Produktion und Logistik (BIBA), das DLR-Institut für Maritime Sicherheit, TOPAS Industrial Mathematics Innovation, die Hochschule Bremerhaven sowie der Hafenbetreiber bremenports GmbH. Der Ansatz eines Living Lab mit realer Hafeninfrastruktur als Testumgebung ist auf andere Hafenstandorte mit vergleichbaren Sicherheits- und Effizienzanforderungen übertragbar.