KI-gestützte virtuelle Weidezäunung spart Rancher über 200.000 US-Dollar im ersten Jahr
Physische Weidezäune sind teuer, arbeitsintensiv im Bau und unflexibel bei wechselnden Weidemanagement-Strategien. Vence, seit 2022 Teil von Merck Animal Health, ersetzt sie durch GPS-Halsbänder und eine KI-gestützte App, die virtuelle Zaungrenzen definiert und Rinder per Ton- und leichten Reizsignalen innerhalb der Grenze hält. Der Montana-Rancher Leo Barthelmess baute damit in sechs Monaten das Äquivalent von 60 Meilen Zaun (gegenüber 30 Meilen physischem Zaun in 30 Jahren zuvor) und sparte im ersten Jahr über 200.000 US-Dollar ein.
Vertiefung
Jedes Tier trägt ein solarbetriebenes GPS-Halsband; virtuelle Weidegrenzen werden per App festgelegt und bei Bedarf verschoben, ohne physische Zäune neu bauen zu müssen. Ein Algorithmus im HerdManager-System überwacht Tierbewegungen und -verhalten und steuert die akustischen bzw. leichten elektrischen Signale, mit denen Tiere lernen, virtuelle Grenzen einzuhalten. Laut dem auf der Merck-Animal-Health-Website dokumentierten Fallbeispiel konnte Rancher Leo Barthelmess innerhalb von sechs Monaten die Zaunkapazität verdoppeln (60 Meilen virtuell vs. 30 Meilen physisch über 30 Jahre) und erzielte nach einem Jahr Vence-Nutzung Einsparungen von über 200.000 US-Dollar, was einem 7,1-fachen Return on Investment gegenüber traditioneller Zaunerrichtung entspricht. Zusätzlich sanken Futter-, Arbeits- und Infrastrukturkosten, da Weideflächen präziser rotiert und die Flächenkapazität besser ausgenutzt werden konnte. Die Technologie wird von Merck Animal Health kommerziell vermarktet und ist auf Rinderbetriebe unterschiedlicher Größe in den USA übertragbar.