KI-gestützte Satelliten-Analyse zur Lecksuche im Wassernetz
92% der Lecks im Leitungsnetz von Thames Water sind unterirdisch und für Kunden unsichtbar, was die Ortung traditionell langsam und teuer macht. Mit 'Origin Orbit' von Origin Tech analysiert eine KI Satellitendaten und lokalisiert Lecks auf einen Radius von 30 Metern genau. Ein 18-wöchiger Pilot fand über 800 Lecks und sparte rund 8,7 Millionen Liter Wasser pro Tag; ein Folgevertrag zielt auf 100 Millionen Liter Einsparung täglich.
Vertiefung
Thames Water hat einen 13-monatigen Vertrag mit dem KI-Anbieter Origin Tech unterzeichnet, um dessen Satelliten-KI-Technologie ‚Origin Orbit‘ zur Ortung unterirdischer Wasserlecks flächendeckend einzusetzen. Laut offizieller Pressemitteilung sind 92% aller Lecks im Netz nicht sichtbar an der Oberfläche, was klassische Inspektionen erschwert. Die KI wertet Satellitendaten aus, um verdächtige Bereiche mit einer Genauigkeit von 30 Metern einzugrenzen, sodass ein 20-köpfiges Spezialistenteam anschließend gezielt vor Ort sucht. In einem vorgeschalteten 18-wöchigen Pilotprojekt wurden über 800 Lecks gefunden, was rechnerisch rund 8,7 Millionen Liter Wasser pro Tag einsparte, etwa das Volumen von drei olympischen Schwimmbecken. Der volle Rollout im Rahmen des neuen Vertrags soll auf über 100 Millionen Liter Einsparung pro Tag zielen. Laut Thames Water nutzen bereits zwölf britische Wasserversorger Origin Techs Technologie und verhindern zusammen über drei Milliarden Liter Wasserverlust pro Jahr. Voraussetzung für den Einsatz ist der Zugang zu regelmäßigen Satellitenaufnahmen des Versorgungsgebiets sowie ein spezialisiertes Team, das die KI-Hinweise vor Ort verifiziert. Der Ansatz ist auf andere Wasserversorger mit großflächigen, alternden Leitungsnetzen übertragbar.