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See & Spray: KI-gestützte Präzisions-Unkrautbekämpfung auf über 5 Millionen Hektar

John Deere (Deere & Company) · USA (weltweiter Einsatz bei Landwirtschaftskunden)

Landwirtschaft & Agrar Produktion & Operations Computer Vision Effizienz & Kostensenkung Qualitätsverbesserung Roll-out/Skalierung

Landwirte sprühen traditionell Herbizide flächendeckend über ganze Felder, was Kosten verursacht und die Umwelt belastet. John Deeres See & Spray-System erkennt einzelne Pflanzen per Kamera und KI in Echtzeit und spritzt nur gezielt auf Unkraut. 2025 wurde die Technologie auf über 5 Millionen Hektar eingesetzt und senkte den Herbizidverbrauch um durchschnittlich fast 50 Prozent.

Vertiefung

Ausgangslage war der hohe Herbizid- und Kostenaufwand beim klassischen Breitbandsprühen in Ackerbaubetrieben. John Deere kombiniert dafür computergestützte Bildverarbeitung mit Machine-Learning-Modellen, die auf landwirtschaftlichen Geräten (Traktoren/Feldspritzen) in Echtzeit einzelne Pflanzen von Unkraut unterscheiden und Düsen individuell ansteuern. Die Lösung wird seit einigen Jahren kommerziell vermarktet, unter anderem mit einer 2025 eingeführten ‚Application Savings Guarantee‘, bei der Landwirte nur für nachgewiesene Einsparungen zahlen. Voraussetzung ist entsprechend ausgerüstete John-Deere-Technik sowie ausreichende Feldgröße für den wirtschaftlichen Einsatz. Ergebnis 2025: rund 31 Millionen Liter Herbizidmix eingespart sowie in Forschungsversuchen über sieben US-Bundesstaaten ein durchschnittlicher Mehrertrag von 2 Scheffel/Acre bei Sojabohnen (bis zu 4,8 Scheffel/Acre in Einzelfällen). Das Prinzip lässt sich auf andere Kulturen und Regionen mit Row-Crop-Anbau übertragen.